( Städtischer
Anzeiger vom 24. Februar 2010 )
Sehr geehrte Damen
und Herren, Zum dargestellten Entwicklungskonzept möchte ich mich äußern:
Da Museen
interessierte, zahlende Besucher brauchen, sind ihre Attraktivität, günstige
Erreichbarkeit und ihr Bekanntheitsgrad unter der Prämisse – Was bieten
wir, was andere so nicht haben – Voraussetzung für einen höheren
Zuspruch. So gesehen sind die aufgezeigten gemeinsamen Handlungsschritte ein
wichtiger Anfang.
Ich finde das
Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum ( in dieser
Reihenfolge so richtig) unter dem angedachten neuen Begriff nicht umfassend
repräsentiert. Das wird auch in den Themenfeldern deutlich. Rostock als
Standort der Deutschen Seereederei bleibt unberücksichtigt. Als ehem. Fahrensmann auf verschiedenen Schiffen dieser seinerzeit
größten Universalreederei Europas kann ich nicht verstehen, das die Schifffahrt und das Leben an Bord damals wie
heute in unserem Traditionsanspruch keinen Platz mehr finden soll. Eine
Bereicherung des Angebotes wäre auch die Hafenwirt- schaft
( der Rostocker Überseehafen feiert nunmehr im
April 2010 seinen 50. Geburtstag). Der bestmögliche Standort für das
Traditionsschiff - 1960 begann auf diesem 10.000-Tonner meine
Seemanns-Laufbahn, da war es noch das MS „Dresden“-ist der Stadthafen
Rostock. Dafür habe ich wie viele Gleichgesinnte meine Unterschrift und
meine Geldspende gegeben.
Ich wünsche der
Expertenkommission eine sachliche Arbeit und ein optimales Ergebnis.
Jetzt Voll Voraus!
Dieter Pevestorf
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte um Beachtung der im Anhang [s. unten] aufgeführten Thematik.
Mit freundlichen Grüssen
KHZ
Museumslandschaft
Betr.: Anzeiger v. 24.02.2010 Seite 8 Entwicklungskonzept bis 2018
Top 4: Museum für maritime Technik
Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum Rostock u.a. nicht als Standort der einst größten europäischen Universalreederei, VEB Deutsche Seereederei Rostock, genannt und als Ausstellungsschwerpunkt im Themenfeld platziert wird. Diese Reederei war fast 40 Jahre mit einem weltumfassenden Liniennetz auf allen Meeren tätig und muss in dieses Konzept integriert werden. Schließlich trägt Rostock den Titel „Hansestadt“ und nicht „Heinkelstadt“! Zu dieser Thematik (VEB DSR) gibt es ein bescheidenes Exposé auf dem Traditionsschiff, das aber für die Zukunft unbedingt multimedial ausgebaut werden muss. Sehr wichtig für kommende Besucher, denen der Gebrauch von Stift und Papier vollkommen fremd ist. Aufgrund des Nicht-Erwähnens Rostocks als Schifffahrtsstandort werde ich den Eindruck nicht los, dass nicht sein darf was nicht sein soll! Oder wird hier eine alte DDR-Politik fortgesetzt? „Fünfeichen“ war unter der DDR-Bevölkerung auch so gut wie unbekannt.
KHZ
Seeleute Rostock e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum ist schon mal der richtige Kurs, nur
wird leider eines dabei schwer vernachlässigt: die DSR!
Eine der größten Reedereien Europas mit Hauptsitz in Rostock und ein paar
Asse stehen in Rostock-Schmarl und gammeln vor sich hin.
Warum überlässt man sie dort dem Schicksal? Ich kenne so viele maritim
interessierte Leute, die zwar schon öfter in Rostock waren, aber vom
"Traditionsschiff Frieden", dem "langem Heinrich", dem
Betonschiff "Capella" und dem
Bergungsschiff "1.Mai" noch nie was gehört haben.
Dazu kommt noch die miserable Anbindung von öffentlichen Verkehrsmitteln!
Es wird höchste Zeit, dass etwas passiert!
Rostock ist eine Hansestadt, die im Gegensatz zu anderen Hansestädten ab '52
eine "zweite Hansezeit" erleben durfte. Diese Tatsache allein ist
schon ein triftiger Grund an einem traditionellem Ort, wie dem Stadthafen, das
Können, die unermüdliche Arbeit der Menschen zur Zeit der Hanse UND der DSR,
sowie den Schiffbauern, Lotsen, Hilfs- und Bugsiereinheiten und und und... auszustellen.
Die Basis steht in Schmarl, der größte deutsche Eisbrecher "Stephan
Jantzen" und die "Georg Büchner" mit ihrem einzigartigen
Antrieb schon vor Ort. Selbst die Alten Behördenboote aus der Yachtwerft
Berlin "Rugard" und "Midgard"
(KB/GB-23) sowie die Barkasse der Hafenbehörde "Wittow"
(MBK-13) und andere DDR-Schiffe sind dort zu entdecken - das alles zusammen
gibt es nirgends! Da muss man was draus machen!
Lassen Sie die Einnahmequelle nicht vergammeln, nutzen Sie den Glanz der
Stadthistorie und das so schnell wie möglich, denn nur erhaltene Relikte
bringen Besucher. Einen zweiten "Vorwärts-Vorfall" darf es nicht
geben, das wäre für die Schiffbauer, Fahrensleute, Freunde der Seefahrt ein
Schlag ins Gesicht und die Stadt Rostock würde ihr maritimes Erbe unwiderbringlich verlieren.
Zeigen Sie Flagge!
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Kirschke
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Seeleute Rostock e.V.
www.seeleute-rostock.de
Sehr geehrte Damen
und Herren,
mit Interesse habe
ich das Konzept für die Museumslandschaft Rostock gelesen. In meiner Antwort
dazu möchte ich mich kurz fassen.
Im Jahre 1964
erlernte ich bei der Deutschen Seereederei den Beruf des Vollmatrosen und fuhr
einige Jahre zur See. Noch immer bin ich der Hansestadt Rostock eng verbunden
und besuche sie mindestens zweimal jährlich.
Unter Punkt 4.
Museum für maritime Technik heisst es: Das
Schifffahrt- und Schiffbaumuseum soll bis zum Jahr 2018 zu einem Museum für
maritime Technik entwickelt werden. Bei den Themenfeldern wird u.a. Rostock
als Standort der Hochseefischerei aufgefuehrt.
Genauso wichtig waere es aber, dem Seehandel
(Schifffahrt und Hafenwirtschaft) die gebuehrende
Aufmerksamkeit zu schenken. Die Deutsche Seereederei wird mit keinem Wort erwaehnt, obwohl sie die groesste
europaeische Universalreederei war. Am Bug fuehrten die Schiffe das Rostocker Stadtwappen und am
Heck war ROSTOCK als Heimathafen zu lesen. Die Schiffe der DSR machten die
Stadt Rostock auf der ganzen Welt bekannt.
Am 3. Oktober 2009
besuchte ich das Traditionsschiff in Rostock-Schmarl, weil ich auf diesem
Schiffstyp gefahren bin. Es machte mich ein bisschen traurig, wie wenig
Menschen an diesem Feiertag den Weg zum Museumsschiff gefunden haben. Das waere sicher anders, wenn das Traditionsschiff einen
Liegeplatz im Stadthafen haette. Interessierte
Touristen, aber auch andere Besucher der Hansestadt, wuerden
das als Museum fuer Schifffahrt und Schiffbau dienende Schiff, leichter finden
und fusslaeufig erreichen.
In diesem Zusammenhang moechte ich nur
beispielsweise auf die wuerdige Praesentation der "CAP SAN DIEGO" in Hamburg,
der "PEKING" und des Flugzeugtraegers
"INTREPID" in New York hinweisen.
Ein Themenfeld im
Punkt 4 wird Rostock als Standort der Flugeugindustrie
gewidmet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich davon kaum oder nichts
wusste. Anderen Menschen wird es aber so ergehen, wenn nicht auch die
Bedeutung Rostocks fuer den Seehandel dargestellt wird.
Mit freundlichen
Gruessen
Peter Zintl
Mehrower Allee 58
12687 Berlin
Von:
Andreas Basedow
Gesendet:
Sonntag, 28.
Februar 2010 22:36
An:
'museen@rostock.de'
Cc:
'info@seeleute-rostock.de'
Betreff:
Museumslandschaft
Rostock
Sehr geehrte Damen und Herren der Hansestadt Rostock,
aufmerksam studierte ich das im STÄDTISCHEN ANZEIGER (Beilage der OZ vom 24.02.2010) veröffentlichte Papier "Museumslandschaft Rostock - Ihre Meinung ist gefragt! Integriertes Entwicklungskonzept bis 2018".
Dabei interessierte mich neben den fundierten Konzepten fuer die Museen in Rostock die Ausarbeitung zum Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum besonders. Hierin vermisse ich aber bei den Themenfeldern ein "Rostock als Standort der Handelsschifffahrt" sehr. Es sollte eigentlich noch Aufnahme finden, denn ein halbes Jahrhundert Deutsche Seereederei Rostock und Überseehafen Rostock ist doch wie einstmals die Hanse mit ihren humanen Prinzipien eine wahrlich internationale Beachtlichkeit, die nicht einfach so in Vergessenheit geraten kann. Wenn jedoch ein solches Ihr Plan sein sollte, fände es mein größtes Unverständnis. Ein Fehlen dieses Themenfeldes würde eine große Lücke in der Wissensvermitlung fuer Ihre, wie Sie schreiben, "Rostocker Bürger und jene der Region, sondern auch die Touristen vor Ort" bedeuten.
Sie schreiben weiter, "Nach Umsetzung dieses Konzeptes hat Rostock einen Ort Park zur Technikgeschichte, in dem die maritime Technik ab 1870 ausgestellt wird." Hier bietet sich doch geradezu der Stadthafen an! Auf dem Haedgehafen stehen noch alte Kräne, Behördenboote aus vergangenen Tagen liegen dort, die "Büchner" (deren Erhaltung mit ihrem Status als letztes gebautes "Kolonialschiff" mit dieser einzigartigen und alleinig erhalten gebliebenen Maschine von Burmeister & Wain, Kopenhagen ebenfalls vorzusehen wäre) und die "Jantzen" würden dieses super Hafen-Diorama herrlich umrahmen, in dessen Mitte sich das "Tradi" und all die anderen Exponate aus Schmarl präsentierten. Auch sind gastronomische Einrichtungen bereits angesiedelt. Und das ehemalige Verwaltungsgebäude des Rostocker Stadthafens, nunmehr herrlich rekonstruierte Begegnungsstätte, könnte seinen Teil zum Handelsschifffahrts-Diorama beitragen. Das "Tradi" mit dem Rostocker Greif am Bug und dem Heimathafen ROSTOCK am Heck - international bekannte und geachtete Kennzeichen. Wollen Sie nicht dies alles mit stolzgeschwellter Brust ihren Bürgern und ihren Touristen in City-Nähe vorzeigen?
Und dieses kompakte maritime Szenario von einem Fesselballon aus der Luft genießen und sogar im Bild festhalten zu können - das wäre doch ein i-Tüpfelchen fuer Ihre Touristen, oder etwa nicht? Die Fläche dafuer würde der Stadthafen hergeben, möchte ich meinen.
Der Rostocker "Expertenkommission, die eine zukunftsweisende und kostenmäßig überschaubare Konzeption erarbeiten und Vorschläge für den bestmöglichen Standort unterbreiten" soll, wünsche ich für Rostock, meiner von 1973 bis 1980 als DSR- und auch Marinestandort zweiten Heimatstadt, von ganzem Herzen eine glückliche Konzeption "Pro Rostock".
Mit freundlichen Gruessen,
Ihr Andreas Basedow
Webmaster im Seeleute Rostock e.V.